Infektoskop | 01.05.2026Über Zeilenumbrüche, Hochmut und die tuberkulöse Peritonitis
Das Vergehen, dessen wir uns schuldig gemacht haben war weder klein, noch war es ein Vergehen. Es war die Sünde, der wir Mediziner erliegen – immer wieder – wenn wir die Arbeit unserer Kollegen weiterführen sollen. Immer wieder, wenn Patienten verlegt werden, die unsere Kollegen bei uns besser aufgehoben glauben. Dankbarkeit und Respekt müssen wir diesen Kollegen zollen, weil sie unsere Arbeit schätzen und ihre eigenen Grenzen respektieren. Stattdessen regt sich in uns – mitunter – die Superbia oder der Hochmut, eine der sieben Todsünden, für die wir Mediziner eine besondere Schwäche zu haben scheinen.
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